*1964 Norwich/England – lebt in London

Kate MccGwire hat schon mit unterschiedlichsten Materialien wie Haaren, Nudeln oder Knochen gearbeitet. Doch seit einigen Jahren sind Plastiken aus Federn zu ihrem absoluten Markenzeichen geworden. 2006 begann sie gefundene Materialien für ihre Kunst zu verwenden; mittlerweile deckt sie den erhöhten Bedarf dank der Hilfe von Landwirten, Taubenvereinen und Brieftaubenfreunden, die ihr Federn per Post schicken.

MccGwire transformiert das prächtige Federkleid in ein Kunstwerk, indem sie die einzelnen Federn neu ordnet, arrangiert und sie um artfremde Körper legt. Häufig interveniert sie ganze Räume mit diesen Formen, die aus Wandöffnungen, Rohrleitungen oder Kaminen hervorzuquellen oder über Möbelstücke schlangenartig hinweg zu fließen scheinen. Kleinere Arbeiten platziert MccGwire meist unter einer Glashaube auf einem Sockel, in einer Vitrine oder kombiniert sie mit überdimensionierten Metallklemmen, die im Kontrast zu den weichen, zarten Federn nahezu brutal erscheinen. Wenngleich stets abstrakt, erinnern die Objekte an anthropomorphe Kurven und wirken ungeheuer dynamisch: Viele scheinen zu fließen oder jeden Moment zum Leben zu erwachen und ihre Form zu ändern. Die Federn suggerieren in ihrer meist geschichteten, das Federkleid der Vögel imitierenden Anordnung, Bewegung und Lebendigkeit. Doch sie sind nicht mehr Tier. Und während man über diese Entfremdung möglicherweise leichtes Unbehagen empfinden kann, hat man sich der Verführung von etwas nie zuvor Gesehenem längst hingegeben.

MccGwire machte 2004 ihren Abschluss für Bildhauerei am Londoner Royal College of Art. Ihre Kunst war bereits in zahlreichen musealen Gruppenausstellungen in ganz Europa, sowie im Museum of Arts and Design in New York zu sehen.

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Ausstellungen mit Kate MccGwire

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