*1947 Wittenberg/Elbe – lebt in Hamburg

Gustav Kluge ist Einzelgänger. Unbeeindruckt von Kunsttrends und Moden arbeitet er seit 40 Jahren an einem Werk, das man als schwer verdaulich, düster, grüblerisch und in seiner Thematik schonungslos bezeichnen kann. Den Künstler interessiert das Spannungsfeld zwischen den Grundbedingungen menschlicher Existenz und den jeweils herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Charakteristikum von Kluges Werk ist, dass er den Prozess des künstlerischen Denkens im Material zu verankern sucht. Die physische und intellektuelle Entstehungsgeschichte seiner Werke ist für den Betrachter sichtbar. Gustav Kluge wächst in Hannover auf und studiert nach seinem Militärdienst bis 1972 unter anderem bei Gotthard Graubner an der Hamburger Kunsthochschule. 1974 ist er Mitgründer der dortigen Produzentengalerie, wo er seit 1977 regelmäßig ausstellt. Nach zwei Jahren Tätigkeit als Lehrer an einem Gymnasium arbeitet er von 1978 bis 1985 als Assistent an der Hamburger Kunsthochschule. Erst seit 1985, mit Mitte 40, etabliert er sich als freischaffender Künstler. Von 1996 bis 2014 ist Gustav Kluge Professor an der Kunstakademie Karlsruhe.

Galerie

Einzelausstellungen (Auswahl)

2019 Spendhaus, Reutlingen, Museum Lothar Fischer, Neumarkt | 2018 Horst-Janssen-Museum Oldenburg | 2016 Galerie in der Stadtscheune Otterndorf | 2014 Produzentengalerie Hamburg, Hamburg | 2013 Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen e. V., Ettlingen | 2012 Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen | 2011 Galerie Michael Haas, Berlin | 2007 Galerie Haas AG, Zürich | 2006 Galerie Haas & Fuchs, Berlin | Kunsthalle Bremerhaven, Bremerhaven | 2005 Galerie Marie-José van de Loo, München | 2002 Klemens & Tanja Grundert Inc., New York | 2000/2001 Kunsthalle Rostock; Städtisches Museum Leverkusen Schloß Morsbroich; Städtisches Museum Spendhaus Reutlingen; Kunstverein Göttingen | 1999 Galerie Haas & Fuchs, Berlin | 1997/1998 Kunsthalle zu Kiel; Badischer Kunstverein, Karlsruhe | 1997 Hamburger Kunsthalle; Städtische Galerie Moderner Kunst, München | 1996 Kunstverein Göttingen | 1995 Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen | 1994 Galerie Michael Haas, Berlin | 1993 Kunstverein Herford | 1992 Saarlandmuseum Saarbrücken | Galerie Rudolf Zwirner, Köln | 1991 Galerie Michael Haas, Berlin | 1990 Akira Ikeda Gallery Nagoya, Japan | 1989 Galerie Rudolf Zwirner, Köln | 1987/1988 Bonner Kunstverein; Kunstverein in Hamburg; Badischer Kunstverein Karlsruhe | 1987 Kunstverein Göttingen | 1986 Galerie Rudolf Zwirner, Köln | Spendhaus Reutlingen; Oldenburger Kunstverein | 1984 Kunsthalle Hamburg | 1983 Kunstverein Brühl

Stipendien und Preise

2010 Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung, Else-Heiliger-Fonds | 2008 Artist in residence, Raid Projects, Los Angeles | Artist in residence, deWillem3, Vlissingen (NL) | Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin | 2005 Studiotermine im Beat Studio, Berlin, gefördert vom Senat Berlin | 2004-2005 Debut 004/005, Ausstellung und Katalog, gefördert vom Ministerium für Kultur, Baden-Würtemberg | 2004 Artist in residence im Centro Cultural Andratx, Mallorca | 1997 Erasmusstipendium an der Norwich School of Art and Design, Norwich

Ausstellungen mit Gustav Kluge

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