*1937 Burgum, Friesland – lebt in Den Haag

Die Skulpturen im öffentlichen Raum von Auke de Vries in Städten wie Amsterdam, Barcelona, Hannover, Magdeburg, Ludwigsburg und Wakefield in Yorkshire sind zu Wahrzeichen geworden. Hierzu gehört beispielsweise das „Maasbeeld“, das sich über den Fluss Maas in der Stadt Rotterdam neigt. Seine autonomen Plastiken wurden in den vergangenen 40 Jahren in zahlreichen Einzelaus-stellungen in Museen, überwiegend in den Niederlanden und Deutschland, gezeigt.

De Vries beginnt Mitte der 1950er Jahre als Autodidakt zu malen und als Grafikdesigner zu arbeiten. Bereits ab 1957 hat er bedeutende Ausstellungsbeteiligungen und Einzelschauen in Europa, 1959 erhält er den Königlichen Preis für Malerei. Ab den 1960er entstehen neben Gemälden und Zeichnungen auch Radierungen. 1969 schafft er erste Skulpturen, schnell folgt der erste öffentliche Auftrag für skulpturale Gestaltungen. Er wird Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Den Haag (1972-1986) und an der Royal Academy of Visual Arts Amsterdam (1986-1996).

Die Skulpturen aus Stahl bestehen oft aus einfachen elementaren Formen und reichen von kleineren Objekten auf einem Sockel, auf dem Boden, an der Wand bis hin zu meterhohen Installationen. Teils empfindsam und unkonkret wie zarte, linienhafte Zeichnungen im Raum, hier absurd und humorig wie Dada, dort erzählerisch und assoziativ. Die Materialien sind nicht besonders edel, eher einfach: meist Stahl, häufig Draht, einzelne Versatzstücke aus Karton, Blech oder Holz. Zum Teil ist der Stahl durch die Behandlung mit Säure korrodiert, die partielle bunte Bemalung ist grob, nachlässig, einige Flächen sind monochrom farbig lackiert. Man könnte glauben, die Objekte aus gebogenen Metallteilen wären aus Karton oder Papier. Dabei sind ihre Fragilität und Beweglichkeit meist nur Schein, besonders bei den monumentalen Plastiken, die aus massivem Stahl konstruiert sind.

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