1904 Berlin – 1954 Sant Angelo/Ischia

Werner Heldt besucht ab 1923 für ein Jahr die Berliner Kunstgewerbeschule, bevor er an der Akademie der Künste in Berlin ein Studium beginnt. Er bewundert die Berliner Milieuschilderungen seines Freundes Heinrich Zille und schafft bereits in den frühen 1930er Jahren Fensterausblicke und Stadtlandschaften mit dem Meer als zentralem Motiv (Traumzeichnungen). Mit der nationalsozialistischen Machtergreifung flüchtet Heldt nach Mallorca. Der spanische Bürgerkrieg erzwingt seine Rückkehr nach Berlin. Von 1936 bis 1940 lebt er in einem Atelierhaus, wo auch andere unangepasste Künstler wie Käthe Kollwitz, Werner Gilles und Hermann Blumenthal unterkommen. In diesen Jahren ist er kaum künstlerisch tätig. 1940 wird er eingezogen, gerät in Gefangenschaft, aus der er 1946 in seine völlig zerstörte Heimatstadt zurückkehrt. Heldt zählt wie Hans Uhlmann im Nachkriegsberlin zu den Künstlern der „ersten Stunde“. Er war einer der ersten, die in der im August 1945 gegründeten Berliner Galerie Gerd Rosen verkehrten. Die Berliner Kunstszene befand sich zu der Zeit im Aufbruch und stand ganz im Zeichen der wiedergewonnenen Freiheit. Die bevorzugten Sujets von Heldt waren die Stadt und seine Architektur in der Stimmung vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg, die der Chronist wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation einzufangen vermochte. Dabei entwickelte sich seine Malerei von nahezu realistischen Arbeiten bis zu abstrahierten Bildkompositionen und wurde damit auch ein wichtiges Zeugnis der Entwicklungen der deutschen Malerei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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