1927 in Göttingen – 2019 in Wolfenbüttel

Nachlass

Emil Cimiotti wächst in Göttingen in einer Arbeiterfamilie auf und muss bereits als junger Mann Kriegsdienst leisten. Nach der Rückkehr aus britischer Kriegsgefangenschaft beginnt er bildhauerisch und zeichnerisch zu arbeiten. Von 1946 bis 1949 macht er eine Ausbildung zum Steinmetz und nimmt Zeichenunterricht an der pädagogischen Hochschule in Göttingen. Anschließend studiert er bis 1951 an der Kunstakademie Stuttgart bei Otto Baum und Karl Hils, die seine Arbeiten wenig schätzen. In Willi Baumeister, der ebenfalls an der Akademie lehrt, findet er allerdings einen Mentor und Förderer. Er studiert dann zwei Monate an der Hochschule der Künste in Berlin bei Karl Hartung. Er verbringt Dank eines Stipendiums der Studienstiftung des Deutschen Volkes ein Semester in Paris bei dem Bildhauer Ossip Zadkine. Dort besucht er auch Constantin Brâncuși, Le Corbusier und Fernand Léger. 1952 kehrt er an die Kunstakademie Stuttgart zurück, wo er 1954 sein Akademiestudium beendet. Die Arbeiten, mit denen er sich 1956 an einer ersten Ausstellung beteiligt, werden von der Kunstkritik heftig verrissen. Doch 1957 erhält der den Kunstpreis für Bildhauerei junger westen (Recklinghausen), der ihm zum Durchbruch verhilft. 1958 und 1960 stellt er auf der Biennale in Venedig aus, 1959 und 1964 ist er auf der documenta in Kassel vertreten. Es folgen zahlreiche internationale Ausstellungsbeteiligungen, Verkäufe an Sammler und Museen. 1963 wird er als Gründungsprofessor an die Kunsthochschule Braunschweig berufen und unterrichtet dort bis 1992. 2014 / 2015 schließt Cimiotti seine Arbeit mit Bronze aufgrund seines hohen Alters ab. Als weit über 80-Jährigerer beginnt er einen neuen Zyklus mit Arbeiten aus Papier. 2017 / 2018 wird sein Werk anlässlich seines runden Geburtstages im Kunstverein Göttingen, im Sprengel-Museum Hannover, im Georg Kolbe Museum, Berlin und im Edwin Scharff Museum, Neu Ulm gezeigt.

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Ausstellungen mit Emil Cimiotti

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