1884 Leipzig – 1950 New York

Mit 16 Jahren beginnt Max Beckmann gegen den Willen seiner Familie in Weimar an der progressiven Großherzoglichen Kunstschule ein Malereistudium. Nach Aufenthalten in Paris und Genf lässt er sich 1904 in Berlin nieder, wo er sich der Secession anschließt. 1906 arbeitet er dank eines Stipendiums in der Villa Romana in Florenz, nimmt an der Ausstellung der Berliner Secession in Weimar teil, erhält den Ehrenpreis des Deutschen Künstlerbundes und heiratet Minna Tube. Als Verfechter des deutschen Impressionismus ist er 1913 Mitbegründer der Freien Secession. Im Ersten Weltkrieg ist Beckmann freiwilliger Sanitätshelfer, wird jedoch nach einem psychischen Zusammenbruch frühzeitig entlassen. Die Kriegserlebnisse verarbeitet der Künstler in einem expressionistischen und zugleich zeitkritischen Ausdrucksstil. Das Symbolhafte und Rätselhafte gewinnt zunehmend an Bedeutung, im Zentrum seiner Sujets steht der Mensch – einsam und bedroht in einer apokalyptischen Welt. Von 1915 bis 1933 lehrt er in Frankfurt am Main an der Staatlichen Kunstgewerbeschule, der heutigen Städelschule. In den 1920er Jahren ist Beckmann auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Ruhmes. Es finden zahlreiche Ausstellungen in den Großstädten Europas statt. 1928 zeigt die Kunsthalle Mannheim eine große Retrospektive. Doch 1933 wird seine Karriere durch die Machtergreifung der Nazis unterbrochen. Als „entartet“ verfemt emigriert er 1937 nach Holland, 1947 in die USA. Er lehrt ab 1947 an der Washington University Art School in St. Louis, ab 1949 in New York an der Brooklyn Museum Art School und erhält 1950 kurz vor seinem Tod den Ehrendoktor der Washington University. Sein Spätwerk ist von den Erfahrungen der Exiljahre geprägt und umfasst große, symbolbeladene, mythologische Triptychen.

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