1891 Druskininkai, Litauen – 1973 Capri

Jacques Lipchitz, einer der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts und Pionier des Kubismus, schafft in Paris angeregt von Diego Rivera, Picasso und Juan Gris kubistische Werke. Später werden seine barocken Plastiken raumgreifend und organischer. Die Themen seiner Figuren und Gruppen sind häufig der Mythologie und Bibel entlehnt, sie sind aber auch ein Kommentar zu zeitgenössischen politischen Entwicklungen.

Chaim Jakob Lipchitz, Sohn deutsch-amerikanischer Eltern, zog mit 18 Jahren nach Paris, um an der École des beaux-arts und an der Académie Julian zu studieren. Von nun an nennt er sich Jacques. Er lernt u.a. Georges Braque, Juan Gris und Pablo Picasso kennen und stellt ab 1912 regelmäßig im Salon d’Automne und im Salon National des Beaux-Arts aus. 1925 zieht er, nachdem er die französische Staatsbürgerschaft erhielt, nach Boulogne-sur-Seine. 1941 gelingt dem jüdischen Künstler dank des Emergency Rescue Committee die Flucht nach New York. 1946 kehrt er für einige Monate nach Paris zurück. 1948 wird er amerikanischer Staatsbürger und zieht 1949 nach Hastings-on-Hudson, New York. Ab den 1950er Jahren wird sein Werk durch zahlreiche Preise und Ausstellungen gewürdigt. Lipchitz nimmt 1952 an der Biennale von Venedig und zweimal an der documenta in Kassel teil (1959 und 1964). Ab 1962 erhält er zahlreiche öffentliche Großaufträge. 1973 stirbt Lipchitz auf Capri und wird in Jerusalem bestattet.

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