30.4. – 31.08.2021

JAKOB

MATTNER

Second Planet

Jakob Mattner schafft Arbeiten aus Licht. Sein künstlerisches Ziel ist die Verwandlung des Lichts zwischen Finsternis und Helligkeit, dem Zwielicht wie eine seiner wichtigsten Werkserien benannt ist. Großformatige Lichtinstallationen fallen in eine neue Schaffensphase und werfen auf eine Projektionsfolie vibrierende, analoge Spiegelungen, die wie interstellare Nebel oder wie Lichtreflexionen des Wassers wirken.

Mattners neue Arbeiten werden in den großzügigen Schauräumen im Kunst Lager Haas gezeigt. Die Papierarbeiten greifen ebenfalls das Motiv des Lichts auf. Großformatige Bilder und kleinere Arbeiten wie Farn I oder Nessel zeigen Pflanzen, die sich zum Licht entgegenstrecken und über Fotosynthese das Licht in Materie verwandeln oder die in Aureolen gesetzt sind. In Grün, Silber und Gold stehen sie vor einem schwarzen Hintergrund.

Ihre vage umrissenen Formen und die dunkle Farbigkeit der Bilder erinnert an Frottagen oder an fotografische Negative. Tatsächlich hat der Künstler – der sich selbst als die Kamera begreift – Pflanzen auf die mit Schellack grundierten Büttenpapiere gelegt, die im absinkenden Farbnebel Gestalt annehmen. Mit dieser Technik sind die Arbeiten wie „Fotografien vor der Fotografie“. Die Motive werden gewissermaßen natürlich aufgefangen – so wie sich das Licht auf frühen lichtsensiblen Platten nahezu natürlich einschrieb. Blau grüne Arbeiten wie Spiegelung fungieren hingegen als Fragmente der Erinnerung.

Die neue Installation Second Planet 2021, die einen Schauraum komplett bespielt, projiziert interstellare Landschaften und kontrastiert und kombiniert das Großformat mit den kleinteiligen, feinen Vibrationen auf der Folie.

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