FRANK 

GERRITZ

Die Werke von Frank Gerritz sind von einer besonderen Materialität und höchst präzisen Oberflächengestaltung charakterisiert. Der Künstler, der Bildhauerei studiert hat, schafft von klar geometrischen Formen bestimmte (Wand-)Skulpturen mit Grafit auf MDF, mit Paintstick auf Aluminium und macht (großformatige) Zeichnungen. Es handelt sich um abstrakte, streng konzeptionelle Werke, die dennoch vom Menschen ausgehen und auf ihn zurückverweisen. Von Anfang an hat der Künstler seine Parameter festgelegt, die er von einer durchschnittlichen Körperlichkeit ableitet. Gerritz geht es in seiner Kunst vor allem um Zentren und Kanten, um Linien und körperhafte Flächen, um die Definition von Volumen und Raum. Dabei bespielt er virtuos die Gegensatzpaare Licht und Dunkel, horizontale und vertikale Richtung, fliehende und zentrierende Kräfte. Doch hält er sich dabei stets an ein gedachtes geometrisches Raster sowie an Quadrat und Rechteck. Seine Werke mögen zunächst an Arbeiten des Minimalismus erinnern, doch sind sie dies genau eben nicht. Ihre Qualität fußt, bei aller Präzision, auf der Sinnlichkeit des Lebens. Frank Gerritz wurde 2010 mit dem Edwin-Scharff-Preis, Hamburg, ausgezeichnet. Sein Werk war und ist seit Ende der 1980er Jahren in zahlreichen internationalen Museums- und Galerieausstellungen zu sehen.

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